Spezialsprechstunden

Spezialsprechstunden

Das SPZ bietet multidisziplinäre Spezialsprechstunden mit auf dem
jeweiligen Gebiet ausgewiesenen Experten zu vielen verschiedenen Themen an.

 


Adipositas 320w_Fotos-Flyer-Presse-245

Die Häufigkeit von Adipositas im Kindes- und Jugendalter steigt stetig an. Die Ursachen sind vielfältig. Neben genetischen Faktoren sind dabei Bewegungsmangel und eine übermäßige Kalorienzufuhr die wichtigsten Gründe. In der Adipositas-Sprechstunde führen wir bei Kindern und Jugendlichen die Diagnostik bezüglich Ursachen und Begleiterkrankungen durch. Sind medizinische Ursachen der Adipositas ausgeschlossen, bieten wir für interessierte Kinder und Jugendliche unter Einbeziehung ihrer Familien ein Adipositas-Behandlungsprogramm an. Ein interdiziplinäres Team aus Kinderärzten, Kinderpsychologen, Ernährungswissenschaftlern, Physiotherapeuten, Sportpädagogen und Diätassistenten führt das Schulungsprogramm durch.

Ansprechpartner:
Dr. med. Markus Röbl


Bewegungsstörungen

Patienten mit Bewegungsstörungen wie Ataxie, Spastik, Dystonie oder Myoklonus werden ambulant im SPZ zur Untersuchung, Diagnostik und Beratung über Behandlungsmöglichkeiten gesehen. Eine Therapie mit Botulinumtoxin sowie eine physiotherapeutische Beratung können ebenfalls im Rahmen der SPZ-Sprechstunde erfolgen.

Ansprechpartner:
Univ.-Prof. Dr. med. Knut Brockmann
Priv.-Doz. Dr. med. Hendrik Rosewich
Dr. med. Dagmar Weise


Epilepsien

Epileptische Anfälle sind auf paroxysmale, also attackenartige, kurzdauernde Funktionsstörungen der Nervenzellen des Gehirns zurückzuführen, die das Bewusstsein, die Steuerung der Bewegungen oder die Sinneswahrnehmungen betreffen können. Im Kindesalter sind gutartige Anfallsleiden, die an ein bestimmtes Alter gebunden sind und später ausheilen, besonders häufig. In der Sprechstunde im SPZ werden Kinder und Jugendliche mit Epilepsien ambulant untersucht und ihre Eltern über diagnostische und therapeutische Maßnahmen beraten. Darüber hinaus wird Famoses, ein Schulungsangebot für Kinder mit Epilepsie und ihre Eltern/Angehörigen angeboten. EEG und Schlaf-EEG erfolgen ebenfalls ambulant.

Ansprechpartner:
Univ.-Prof. Dr. med. Knut Brockmann
Dr. med. Dagmar Weise


Frühgeborene

Ungefähr 7 % aller Geburten erfolgen vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche und sind somit Frühgeburten. Etwa 1,5 % dieser Kinder sind sehr kleine Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht unter 1500 g oder einem Gestationsalter kleiner 32 Schwangerschaftswochen. Diese kleinen Frühgeborenen sowie solche mit Schädigungen des Gehirns durch Blutungen oder Infektionen sind besonders gefährdet, neurologische Erkrankungen zu entwickeln. Mögliche Störungen sind Hör- und Sehprobleme, Krampfanfälle und vor allem Entwicklungsverzögerungen unterschiedlicher Art und Ausprägung. In der Frühgeborenen-Risikosprechstunde des SPZ werden ehemalige Frühgeborene in den ersten zwei Lebensjahren ambulant zur Beurteilung ihrer Entwicklung sowie zur Beratung der Familien gesehen.

Ansprechpartner:
Dr. med. Elke Hobbiebrunken


Hirntumoren

Kinder und Jugendliche mit gutartigen und bösartigen Hirntumoren werden interdisziplinär von Mitarbeitern der Kinderneurologie, Kinderneurochirurgie und Kinderonkologie betreut.

Ansprechpartner:
Dr. med. Hans Christoph Bock
Univ.-Prof. Dr. med. Knut Brockmann
Univ.-Prof. Dr. med. Christof Kramm
Prof. Dr. med. Hans-Christoph Ludwig


Kinderneuroorthopädie

Kinderorthopädische Störungen im Rahmen chronischer neurologischer Erkrankungen werden in einer Sprechstunde gemeinsam von Mitarbeitern aus den Bereichen Kinderneurologie, Kinderorthopädie, Physiotherapie und Orthopädietechnik untersucht und behandelt.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. med. Anna Hell
Dr. med. Elke Hobbiebrunken


Multiple Sklerose

Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der weißen Substanz des zentralen Nervensystems, bei der es vorwiegend schubartig zu neurologischen Ausfällen wie Lähmungen, Sehstörungen und Missempfindungen kommt. Jedes Jahr erkranken in Deutschland ca. 200 Kinder und Jugendliche neu an Multipler Sklerose. In der Klinik werden Patienten mit MS und anderen entzündlichen Erkrankungen des zentralen Nervensystems stationär und ambulant zur Diagnostik, zur Therapie und zu Verlaufskontrollen gesehen. Das Deutsche Zentrum für MS im Kindes- und Jugendalter ist Teil unserer Klinik und eine Anlaufstelle für betroffene Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. med. Peter Huppke
Dr. med. Wiebke Stark


Muskelerkrankungen

Das Muskelzentrum im SPZ Göttingen ist Teil des von der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e. V. (DGM) zertifizierten Muskelzentrums Göttingen. Hier werden Kinder und Jugendliche mit allen Formen von neuromuskulären Erkrankungen (Muskeldystrophien und -atrophien, kongenitale, metabolische und entzündliche Myopathien, Polyneuropathien) ambulant betreut. Für die Diagnostik und Therapie stehen in enger Zusammenarbeit mit anderen Kliniken und Instituten (Orthopädie, Kinderkardiologie, Pulmonologie, Neuropathologie) umfangreiche Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die für die Diagnosestellung ggfs. notwendige Muskelbiopsie per Nadelbiopsie wird im eigenen Muskellabor mikroskopisch und immunhistochemisch aufgearbeitet und gemeinsam mit dem Institut für Neuropathologie begutachtet. Patienten werden im SPZ ambulant zur Erstvorstellung und weiteren Betreuung gesehen. Die interdisziplinäre “Muskelsprechstunde” erfolgt gemeinsam mit erfahrenen Physiotherapeutinnen.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. med. Ekkehard Wilichowski
Dr. med. Elke Hobbiebrunken


Myelomeningozelen (Spina bifida)

Die Spina bifida als Wirbelsäulenfehlbildung führt häufig zu Querschnittslähmung und tritt meist zusammen mit einem Hydrocephalus auf. Mitarbeiter der Kinderneurologie, Kindernephrologie, Kinderurologie, Kinderneurochirurgie, Kinderorthopädie, Physiotherapie und Orthopädietechnik arbeiten in unserer interdisziplinären Sprechstunde zusammen, um diese Patienten optimal zu betreuen.

Ansprechpartner:
Dr. med. Hans-Christoph Bock
Prof. Dr. med. Anna Hell
Dr. med. Elke Hobbiebrunken
Dr. med. Fritz Kahl
Prof. Dr. med. Hans-Christoph Ludwig
Dr. med. Sonja Schmidt
Dr. med. Hildegard Zappel 


Rett Syndrom

Das Rett Syndrom ist eine Erkrankung, die fast ausschließlich Mädchen betrifft. Sie haben eine geistige Behinderung, eine Epilepsie und zeigen häufig stereotype Handbewegungen. In der Sprechstunde im SPZ werden Kinder mit Rett Syndrom zur ambulanten Betreuung und zur Beratung der Eltern gesehen. Es besteht die Möglichkeit, eine genetische Untersuchung zu veranlassen.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. med. Peter Huppke


Stoffwechsel

In der Klinik werden Neugeborene mit auffälligem Befund im Neugeborenen-Screening und Patienten mit Stoffwechselkrankheiten stationär und im SPZ ambulant zur Diagnostik, zur Therapieeinstellung und zu regelmäßigen Verlaufskontrollen gesehen. Hierzu zählen Patienten mit Leukodystrophien (X-chromosomale Adrenoleukodystrophie, Pelizaeus Merzbacher Erkrankung u.a.), Mitochondriopathien und lysosomalen Speichererkrankungen einschließlich neuronaler Ceroidlipofuszinosen und andere.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. med. Peter Huppke
Univ.-Prof. Dr. Dr. med. Robert Steinfeld
Prof. Dr. med. Ekkehard Wilichowski


Kontakt:
Telefon: 0551-39-13241 (Anmeldung)
Telefon: 0551-39-10358 (Sekretariat)
Telefax: 0551-39-13245
E-Mail:   spz@med.uni-goettingen.de

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